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06.02.2012 - 12:40 Uhr
 

Elterninitiative vor dem Aus?

Die Hirschgartenzwerge e.V. suchen dringend neue Räume

Münchner Wochenanzeiger : Die Hirschgartenzwerge brauchen dringend neue Räumlichkeiten in Neuhausen-Nymphenburg. (Foto: pi)
 
Die Hirschgartenzwerge brauchen dringend neue Räumlichkeiten in Neuhausen-Nymphenburg. (Foto: pi)

Die Elterninitiative Hirschgartenzwerge e.V. muss ihre bisherige Bleibe verlassen und sucht nun dringend neue Räumlichkeiten in der Nähe des Hirschgartens in Neuhausen. Seit August letzten Jahres werden in der privaten Krippe Kinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut. Die Verantwortlichen mieteten im vergangenen Dezember Gewerberäume in der Wotanstraße, um dort nach erforderlichen Umbauarbeiten den Betrieb der Krippe langfristig fortzusetzen. Jetzt stellte sich jedoch heraus, dass die Räume wegen zu geringer Deckenhöhe für gewerbliche Zwecke nicht zugelassen sind, obwohl dies im Vorfeld deklariert wurde. Damit droht der Elterninitiative in absehbarer Zeit das Aus, nachdem in den letzten neun Monaten trotz großer Anstrengung keine geeigneten Räumlichkeiten für einen langfristigen Betrieb gefunden wurden.

Neue Bleibe gesucht

Bislang waren die Kinder behelfsmäßig in einem Container auf dem Backstagegelände untergebracht. Ende Dezember äußerte die Stadt jedoch erhebliche Bedenken an dieser Form der Unterbringung. Um die Förderung der Stadt nicht zu gefährden, zogen die Hirschgartenzwerge Ende Januar übergangsweise in Räume der Diakonie um. Wie lange die Hirschgartenzwerge hier bleiben können ist aber ungewiss, da die Diakonie die Räume demnächst selber benötigt.
Immer wieder mussten die Verantwortlichen der Elterninitiative in den letzten neun Monaten seit Gründung herbe Rückschläge hinnehmen. Private wie kirchliche Vermieter, die mit Verweis auf Bestandsmieter keine Kinder im Haus wollten, zahllose bürokratische Hürden, mangelnde Unterstützung der Stadt bei der Suche nach geeigneten Räumen. „Man verliert den Glauben an Politik und Gesellschaft, wenn man das miterlebt", beklagt sich eine betroffene Mutter. „Wir fühlen uns allein gelassen und wissen nicht, wie wir Job und Familie unter einen Hut bringen und unseren finanziellen Verpflichtungen nachkommen sollen, wenn die Krippe schließen muss."

Konkret geholfen wäre den Zwergen mit Wohn- oder Gewerberäumen in der Nähe des Hirschgartens, die mindestens 100 bis 200 Quadratmeter groß sind.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Neuhausen-Nymphenburg
Woche: 06 - 2012
Autor: red
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