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02.08.2010 - 16:14 Uhr
 

Ekliger Briefkasten

Wunsch eines Werbe-Spiegel-Lesers nach sauberem Briefkasten wird entsprochen

Münchner Wochenanzeiger : Nicht gerade kundenfreundlich: der total verdreckte Briefkasten an der Fürstenrieder Straße 30 (Foto: red)
 
Nicht gerade kundenfreundlich: der total verdreckte Briefkasten an der Fürstenrieder Straße 30 (Foto: red)
Münchner Wochenanzeiger : Fast ein Wunder, dass an dem Briefkasten noch nichts passiert ist, obwohl er unmittelbar an der stark befahrenen Fahrbahn der Fürstenrieder Straße mit Radweg steht. (Foto: tg)
 
Fast ein Wunder, dass an dem Briefkasten noch nichts passiert ist, obwohl er unmittelbar an der stark befahrenen Fahrbahn der Fürstenrieder Straße mit Radweg steht. (Foto: tg)

Hanns-Dieter Keh verdrießt etwas. Der Laimer, der regelmäßig den Briefkasten vor der Schule in der Fürstenrieder Straße 30 benutzt, machte den Werbe-Spiegel auf den Zustand dieses Behälters aufmerksam. Der ist auf der oberen Seite und rechts derartig verdreckt, dass Zweifel am Service-Bewusstsein des einstmals staatlichen Dienstleisters Post berechtigt erscheinen. Ein entsprechender, freundlicher Anruf bei dem Unternehmen „führte ins Leere”, teilt Keh mit. Der Postkunde fühlt sich so, wie sich Karl Valentins Buchbinder Wanninger gefühlt haben muss, als er am Telefon von einem zum anderen Nicht-Zuständigen weitergereicht worden ist. Er schreibt: „Vielleicht schafft es der Werbe-Spiegel, hier Abhilfe zu schaffen?”

Bei der Gelegenheit ist aufgefallen, dass der Briefkasten nicht allein total versifft auf Kunden wartet. Er steht überdies mit der Seite, die dem Einwurf von Briefsendungen dient, zur Fahrbahn, 50 Zentimeter vom sehr stark befahrenen Radweg entfernt. Wär’ es nicht traurig, ginge das als gelungener Schildbürgerstreich glatt durch. Würde der Kasten um einen Meter zurückversetzt – auf die Höhe der Telefonzellentür – und die Einwürfe am Gehweg den Kunden zugewandt, dann hätte die Post einen großen Schritt auf ihre Kunden zu gemacht.

"Briefkasten steht seit 20 Jahren da"

„Der Postkasten wird umgehend gereinigt“, erklärte Dieter Nawrath, Pressesprecher der Deutschen Post dem Werbe-Spiegel. Nawrath beschönigte nichts. „Es stimmt, der Kasten ist verschmutzt.“ Der Standort unter Bäumen sei eben problematisch. Zum Briefeinwurf direkt am Radweg sagte der Pressesprecher: „Der Briefkasten steht da seit 20 Jahren. Es ist dort nie etwas passiert.“ Dennoch werde ein Mitarbeiter prüfen, ob die Einwurfschlitze anders positioniert werden können. Allerdings: „Versprechen kann ich nichts. Aber eventuell gibt es ja eine Möglichkeit, das besser zu regeln.“ Der verdreckte Briefkasten werde aber „garantiert hundertprozentig” gereinigt werden.