| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Obersendling |
| Woche: | 29 - 2010 |
| Autor: | kdk |
Carrotmob macht Schule, das Umweltbildungsprojekt von Green City e.V., geht in den Endspurt. Am 24. Juli 2010 trommeln Münchner Schülerinnen und Schüler zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr möglichst viele Menschen zum Eisessen zusammen. Das Thomas-Mann-Gymnasium verführt im Eis 118, in der Boschetsrieder Straße 118 zum klimafreundlichen Eisgenuss. Das eingenommene Geld fließt anteilig in Energieeffizienzmaßnahmen, die langfristig hunderte Tonnen CO2 einsparen.
Die Schülerinnen und Schüler nehmen den Klimaschutz selbst in die Hand. Green City e.V. unterstützt sie dabei. Die Umweltschutzorganisation, die vergangenen Herbst Münchens ersten Carrotmob organisierte, veranstaltete Workshops, in denen die Jugendlichen lernten, ihren eigenen Carrotmob zu organisieren. Jetzt sind alle Vorbereitungen getroffen. Die Schülerinnen und Schüler haben erfolgreich mit den Eisdielen verhandelt: das Eis 118 investiert 50% für den Klimaschutz.
Die Jugendlichen haben über Web 2.0., mit Plakaten und Flyern für die Aktion geworben und ihre Eisdiele auf Energielecks untersucht. Gemeinsam mit dem Energieberater Wolfgang Wulfes stellten sie Berechnungen auf, wie viel CO2 durch Verbesserungen eingespart wird. Darüber hinaus hat jede Schule ein spektakuläres Programm und Aufklärungsmöglichkeiten zum Thema Klimaschutz für den 24. Juli organisiert.
Das Projekt Carrotmob macht Schule findet im Rahmen der Kampagne „WertvollerLeben“ der Markenträger Umweltbildung.Bayern statt und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit gefördert.
Zuckerbrot und Peitsche - dieses Prinzip heißt auf Englisch carrot and stick. Dahinter steht die Idee, dass man einen Esel auf zwei Arten zum Ziel führen: Entweder manlockt mit einer Karotte oder zwingt ihn mit einem Peitschenschlag. Damit ist der Carrotmob die umgekehrte Form des Boykotts. Klimaschutzaktivisten belohnen ein Unternehmen, das bereit ist in Klimaschutz zu investieren.
Die Organisatoren eines Carrotmobs bitten vorab Läden um ein Angebot: Wie viel Prozent ihres Umsatzes ist ihnen der Klimaschutz wert? Der Meistbietende ist für einen Tag das Einkaufsziel. Möglichst viele Menschen werden nun vernetzt, die ihre Einkäufe dort erledigen. Das passiert, ähnlich dem Flashmob, primär über Blogs, Twitter und andere Online-Communities. Das anteilige Geld, das bei der Aktion zusammenkommt, investieren die Ladenbesitzer in Energieeffizienzmaßnahmen und Ökostrom. So sparen sie langfristig viele Tonnen CO2.
Mehr Informationen unter: http://muenchen.carrotmob.org/ http://twitter.com/CarrotmobMuc
http://www.facebook.com/pages/Carrotmob-Munchen/148263554578
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Obersendling |
| Woche: | 29 - 2010 |
| Autor: | kdk |
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