| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Hadern |
| Woche: | 15 - 2010 |
| Autor: | kdk |
Die Absicht der rot-grünen Rathausmehrheit, eine neue Trambahntrasse vom Romanplatz über die Fürstenrieder Straße zum Ratzinger Platz zu bauen, stößt bei der CSU auf Ablehnung. Sie hält das Vorhaben für eine glatte Verschwendung von Steuergeldern. Allein für die Planungen und Befragungen müssten zwei Millionen Euro aufgewendet werden.
Bei einem Vorort-Gespräch mit CSU-Stadtrat Otto Seidl, verwies dieser auf die gut funktionierenden Buslinien, die auf der Strecke großteils bereits im 5-Minuten-Takt verkehren. Beim Ortstermin um 9 Uhr, an einem Werktag, erschien das Platzangebot der vorbeifahrenden Busse weit ausreichend, da noch jede Menge Sitzplätze frei waren. Eine genaue Zahl über die Auslastung der Buslinie 51 erwartet er sich von einer Stadtratsanfrage. Seidl hält das Trambahnprojekt deshalb für „ein unnötiges Nahverkehrsprojekt, das Millionen verschlingen wird und das, obwohl die Stadt keinen Cent mehr in der Kasse hat.“
Nachdem zwei Fahrspuren (in jeder Richtung eine Fahrspur) den Trambahnplänen zum Opfer fielen, fürchtet der CSU-Stadtrat einen Dauerstau auf einer der Hauptverkehrsadern in München. Mit 17 Haltestellen auf der 8,5 km langen Strecke müssten auch die entsprechenden Fußgänger-Übergänge eingerichtet werden und dort „steht der Verkehr still!“. Noch mehr Probleme sieht er für die Autofahrer auf den Linksabbiege-Spuren, die heute schon staugefährdet sind.
Vorteile kann Otto Seidl nicht ausmachen, denn die Umweltbilanz werde nicht verbessert, da die Autos mehr Standzeiten hätten. Weitere Nachteile: Unfallgefahr für Schüler, Senioren und Bedinderte durch die Bahnsteige in der Mitte der Straße – Wegfall von Parkplätzen – Belastung der Wohnviertel durch Park-Suchverkehr und die Vernichtung des Waldfriedhof-Parkplatzes zugunsten einer Tram-Wende-schleife.
Mit Info-Ständen will Seidl, gemeinsam mit seinen Stadtratskollegen Johann Stadler, Dr. Manuela Ohlhausen und Elisabeth Schmucker sowie dem ehem. Stadtrat Max Strasser, gegen die Pläne mobil machen.
Die nächsten Termine: Samstag, 17.4., 10 – 13 Uhr, in Laim beim Tengelmann, Fürstenrieder Str. 54, am Samstag, 24.4., 10 – 13 Uhr, in Hadern, Fürstenrieder-/Ecke Guardinistraße. Eine Bürgersprechstunde mit den Stadträten zum Thema „Verkehr“ findet am Dienstag, 27.4., 19 Uhr, in der Gaststätte Rosengarten im Westpark, statt.
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Hadern |
| Woche: | 15 - 2010 |
| Autor: | kdk |
Straßenbahnfreunde München e.V. (01.05.10)
Wolfgang Wehrle (26.04.10)
Frank Hohmann (17.04.10)
War dies eine List zur Verwirrung des Feindes?
Thomas Naumann (15.04.10)
Frank Hohmann (15.04.10)
Jedesmal wenn irgendwo über eine neue Straßenbahn nachgedacht wird kommt sofort ein Aufschrei dieser Partei. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Tram als aldmodisches Verkehrshindernis verschrien. Das ist heute ganz anders. Moderne Straßenbahnen sind effektiv und umweltfreundlich. Überall auf der Welt werden neue Strecken gebaut. Nur CSU-Politiker können nicht über den Tellerrand blicken und haben die verkehrspolitischen Argumente des vergangenen Jahrhunderts ins Gehirn gemeißelt wie in Granit. Kein Wunder, dass über 50 % diese Partei heute nicht mehr wählen.
Herr Seidl sollte sich ein Beispiel an Seinem Parteigenossen Robert Brannekämper aus Bogenhausen nahmen. Dieser plakatierte kürzlich noch in Bogenhausen gegen den \\\"Trambahnwahn\\\", hat sich aber dann doch von den Besseren Argumenten überzeugen lassen und stimmte dann ebenfalls für den Bau Bau der Tram nach Sanlt Emmeram.
PS: Ich bin nicht anti CSU, aber Prio Tram