| Ausgabe: | Werbe-Spiegel München |
| Woche: | 23 - 2010 |
| Autor: | SB |
Für ihr jahrelanges und ehrenamtliches Engagement für die Menschen in der Ukraine wurde Gertraud Henle mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. „Durch ihre umfangreichen Kontakte und Ihre unentwegten Bemühungen sind Sie Mittelpunkt des Vereins Hilfe für die Ukraine e.V.“, betonte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer in ihrer Rede. „Unter dem Motto des Vereins „Hilfe, die ankommt“ reisen Sie regelmäßig in die Ukraine, um persönlich Kinderheime, Schulen und Einrichtungen mit Hilfsgütern zu versorgen. Jährlich organisieren Sie Ferien- und Erholungsaktionen für ukrainische Kinder.“ Besonders hervorzuheben sei, dass der Verein behinderten oder kranken Kinder Operationen finanziert oder Prothesen beschafft, um ihnen ein möglichst menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. „Als Beispiel möchte ich an dieser Stelle den jungen Ivan nennen, der bei einem Unfall beide Arme verloren hat“, betonte Haderthauer. „Sie sammelten Geld für die Operation und die erforderlichen Prothesen. Durch Ihr beeindruckendes Engagement, Ihren grenzenlosen Optimismus und Ihre Hartnäckigkeit ermöglichten Sie ihm im Klinikum München-Bogenhausen schließlich die notwendigen Operationen.“
Seit seiner Gründung 1991 unterstützt der Verein Familien in der Ukraine, die durch den Reaktorunfall von Tschernobyl (1986) und aus anderen Gründen in Not geraten sind und Hilfe benötigen. Für diese Familien werden Pakete mit Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie Bekleidung gesammelt und mit Lastwagen direkt zu den Empfängern in die Ukraine gebracht. Außerdem organisiert der Verein in und bei München Ferien- und Erholungsaufenthalte für strahlengeschädigte und bedürftige Kinder aus der Ukraine. Immer wieder kommt dafür auch der ukrainische Staatschor Trembita hierher, um Benefizkonzerte in Laim und in anderen Stadtteilen zu spielen. „Ihr bedingungsloser und aufopferungsvoller Einsatz für Menschen in Not verdient höchste Anerkennung“, so Haderthauer. Gertraud Henle, die zusammen mit ihrem Mann Eduard über 30 Jahre lang das Schreibwaren-Geschäft am Willibaldplatz betrieben hat, habe wichtige Impulse zur Völkerverständigung gegeben.
Am Mittwoch, 16. Juni, hält Gertraud Henle im Pfarrheim Maria-Schutz (Bäckerstr. 29) einen Vortrag über die Ukraine und das Leben dort, 24 Jahre nach Tschernobyl. Beginn ist um 19.30 Uhr.
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| Woche: | 23 - 2010 |
| Autor: | SB |
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