| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Allach |
| Woche: | 24 - 2010 |
| Autor: | SB |
Gut Ding will Weile haben: Für den Allacher Oertelplatz gibt es einen neuen Eckdatenbeschluss mit Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie, Wohnen und Kinderkrippe, der dem Bezirksausschuss Allach-Untermenzing (BA 23) von Vertretern des Planungsreferates sowie der aurelis Real Estate in seiner jüngsten Sitzung vorgelegt wurde. „Wir wollen, dass eine bauliche Entwicklung am und um den Oertelplatz stattfindet“, so Christian Markus vom Planungsreferat der Landeshauptstadt. Demnach soll am Oertelplatz eine uneingeschränkt öffentlich nutzbare und zugängliche Kfz-freie Platzfläche mit guter Grünausstattung geschaffen werden, die hohe Aufenthaltsqualität bietet und attraktiven, publikumsorientierten Angeboten, wie Märkten und Veranstaltungen, Raum eröffnet. „Einzelhandel am Oertelplatz ist notwendig und sinnvoll. Zudem erfährt der Platz eine Aufwertung“, erklärt Norbert Wögler, Leiter Projektentwicklung bei aurelis.
Im näheren Umfeld des Oertelplatzes hätten sich schon Ansätze eines Zentrums entwickelt, wie Christian Markus betont. Durch die Planung soll dieses Zentrum durch Konzentration am Oertelplatz gestärkt und im südlichen Bereich weiter zu einem Quartierszentrum ausgebaut werden. „Um hierfür ein tragfähiges und funktionierendes Konzept zu erhalten, wird ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb durchgeführt.“ Noch vor der Sommerpause des Stadtrates soll diesem der Eckdatenbeschluss vorgelegt werden. Der Wettbewerb soll dann 2011 abgeschlossen sein. „Ende 2012 könnte dann ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegen“, schätzt Norbert Wögler. „Wenn dem so sein sollte, dann ist eine Umsetzung für 2013/14 durchaus realistisch.“
Untersuchungen haben gezeigt, dass Einzelhandel mit einer Gesamtverkaufsfläche von maximal 8.000 Quadratmetern, davon rund 3.500 Quadratmeter Verkaufsfläche für Nahversorgung geeignet ist, um die gewünschte Quartiersentwicklung zu unterstützen. „Das haben wir prüfen lassen“, betont Christian Markus. Daneben ist am Oertelplatz noch ein ergänzendes Dienstleistungsangebot vorgesehen. Zudem soll in der Nähe des Allacher S-Bahnhofs eine P+R-Anlage für zirka 120 Autos sowie eine Bike-and-Ride (B+R)-Anlage für rund 340 Fahrräder entstehen.
Das Wettbewerbsgebiet umfasst nach derzeitigem Stand die Bereiche unmittelbar des Oertelplatzes einschließlich des nördlich angrenzenden Grundstückes sowie zwischen der Lautenschlägerstraße und den Bahnbetriebsflächen nach Süden bis zur Hintermeierstraße und hat eine Größe von 44.460 Quadratmetern. „Ein wesentlicher Punkt des Wettbewerbs wird sein, wie man den Übergang zum schon bestehenden Gewerbegebiet schafft“, erklärt Christian Markus. Für den nördlichen Teilbereich besteht das Planungszielt einer Straßenverbindung von der Hintermeier- zur Elly-Staegmeyr-Straße. Die betroffenen Gebiete befinden sich zum überwiegenden Teil im Besitz der aurelis. An der Lautenschlägerstraße und nördlich des Oertelplatzes befinden sich sechs Grundstücke in der Hand von Privateigentümern. In diesem Zusammenhang besteht allerdings noch Klärungsbedarf „Hier wurde mit den Grundstücksbesitzern noch kein Konsens gefunden“, betont Markus.
Der Bezirksauschuss Allach/Untermenzing, allen voran die CSU, legt größten Wert darauf, dass der Oertelplatz aus allen drei Himmelsrichtungen erreichbar sein muss. Während das Planungsreferat im Eckdatenbeschluss aus dem Jahr 2002 eine PKW-Zufahrt auch zur P+R-Anlage über die Vesalius- und Georg-Reismüller-Straße kategorisch abgelehnt hat, sind im neuen Entwurf zumindest auch Verkehrskonzepte von/nach Norden denkbar. Dies ist für CSU-Stadtrat Tobias Weiß trotz allem nicht genug: „Der Oertelplatz braucht eine Verkehrserschließung aus allen drei Himmelsrichtungen – Norden, Westen und Süden. Durch die bestehende Wohnbebauung ringsherum und die nicht vorhandene Möglichkeit eine Umgehungsstraße zu errichten, liegt die einzige Möglichkeit darin Verkehrsströme zu verteilen und damit zumindest die kürzesten Wege zu ermöglichen.“ Es gehe auch darum die örtlichen Geschäfte entlang der Vesalius- und Georg-Reismüller-Straße nicht abzuhängen, sondern mit einem neuen Zentrum am Oertelplatz zu verbinden. „Der entstehende Einzelhandel am Oertelplatz soll das vorhandene Sortiment erweitern, dazu beitragen den örtlichen Bedarf zu decken und somit kurze Wege ermöglichen. Dabei wäre die Verhinderung der Anfahrt über beide Straßen zum Oertelplatz das genaue Gegenteil“, erklärt Weiß.
Über die endgültigen Eckdaten wird in einer der nächsten Sitzungen des Planungsausschusses im Stadtrat entschieden.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Allach |
| Woche: | 24 - 2010 |
| Autor: | SB |
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