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11.05.2010 - 11:12 Uhr
 

„Trambahnbau bringt Dauerstau“

Aufstand gegen die neue Trambahn-Westtangente

Münchner Wochenanzeiger : Eine Fahrspur pro Richtung, belegten die Trambahn-Gegner ...... (Foto: Fotos: St.Fischer)
 
Eine Fahrspur pro Richtung, belegten die Trambahn-Gegner ...... (Foto: Fotos: St.Fischer)
Münchner Wochenanzeiger : ....mit ihren zwei Demos in der Fürstenrieder Straße.
 
....mit ihren zwei Demos in der Fürstenrieder Straße. (Foto: )

"Auf Sie mit Gebrüll" scheint das Motto der in zwei Gruppen aufgeteilten,  aber mit Trillerpfeife und Grammophon ausgestatteten, Demonstranten aus Hadern, Laim und Sendling-Westpark am vergangenen Samstag,   gewesen zu sein. Warum vom Sendlinger Westpark aus, an der Ecke Ehrwalder Str. in Richtung Norden und zur gleichen Zeit von Hadern nach Laim, auf der Autobahnbrücke Richtung Süden, massig Schilder mit den Aufschriften „Bus soll bleiben“, „Trambahnbau bringt Dauerstau“ oder „Geldverschwendung“ Richtung Himmel geschwenkt wurden? – Die Fürstenrieder Straße gehört zu den Hauptverkehrsadern durch München und ist schon jetzt, nach Ansicht der Demonstranten, an der Grenze ihrer Belastung.

Nun soll in der Mitte der Straße eine Trambahntrasse gebaut werden, die vom Romanplatz durch die Wotanstraße, Fürstenrieder- und Boschetsrieder Straße bis zum Ratzingerplatz verlaufen soll. „Ein unnötiges Nahverkehrsprojekt, das Millionen verschlingen wird, obwohl die Stadt keinen Cent mehr in der Kasse hat“, so Rita Roscher von der Bürgerinitative ContraTramWest. Anwohner, Autofahrer und neugierige Passanten staunten jedenfalls nicht schlecht, als der Demozug auf je einer Fahrspur veranschaulichte, was passiert, wenn eine Fahrspur pro Fahrtrichtung durch die Trambahn wegfällt.
Die 8,5 km Trasse mit 17 Haltestellen wurde zwar bereits im Januar diesen Jahres von der Stadtratskoalition - gegen die Stimmen der CSU - auf den Weg gebracht, doch laut ContraTramWest ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen. Schließlich prüft die Stadt noch, ob das Projekt tatsächlich machbar ist. Das Genehmigungsverfahren soll dann 2012 starten. Rot-Grün argumentiert, die Tram würde die westlichen Viertel besser mit dem Rest der Stadt verbinden, das Klima schonen und die Straßen entlasten, weil rund 18.000 Menschen die Straßenbahn nutzen werden. Doch Stadtrat Johann Stadler ist und bleibt skeptisch und will die Tram verhindern: „Die Stadt soll ihre Mittel für ‚sinnvolle Dinge’ wie Schulen oder Altersheime ausgeben. Die Tram dagegen bringt nur Ärger.“ – Zumindest den gab es bereits jetzt schon, beim Aufstand gegen die neue Tram.                                                 Stf

 
Artikelinfo
Ausgabe: Sendlinger Anzeiger
Münchner Südwesten
Woche: 19 - 2010
Autor: kdk
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