Außerordentliche Bürgerversammlung durch Patt gekippt
BA 8 uneins über Bürgerbeteiligung zum Thema zweite S-Bahn-Strecke
|
| Westend-Politiker fürchten, das Viertel könnte von einem Teil des öffentlichen Personennahverkehrs abgehängt werden, wenn die zweite S-Bahn-Strecke kommt. |
|
| S-Bahn-Züge, die die Stationen Donnersberger Brücke und Hackerbrücke links liegen lassen, darf es nicht geben. Darin sind sich alle BA-Mitglieder einig. |
"Nicht zielführend"
|
| Der Bahnhof Hackerbrücke müsse für die Menschen auf der Schwanthalerhöhe auf jeden fall attraktiv bleiben. Auch das ist bei den Lokalpolitikern unstrittig. |
Der Vorsitzende CSU-Fraktion, Thomas Hofstätter, konstatierte bei der SPD einen Stimmungswandel: „Als es um den Transrapid ging, hat die SPD darauf gedrungen, alle Bürger zu beteiligen.“ Jetzt sage sie: „Wir brauchen keine Außerordentliche Bürgerversammlung.“ Hofstätter erklärt sich das so: „Der Transrapid war kein Kind der SPD.“ Der Christsoziale findet es unfair, die Bürger außen vor zu lassen. Denn: „Bestimmte Stadtbezirke sind ganz massiv betroffen. Die sollten gehört werden.“ Um die Leute „vorzuwarnen“ und Beschwerden vorzubeugen, sprach Christiane Adamek von der SPD sich für eine Außerordentliche Bürgerversammlung aus.
Entscheidungen schon gefallen"
Gerhard Mayer stellte fest: „Wir haben keine Außerordentliche Bürgerversammlung zum Transrapid gehabt.“ Er verwies darauf, eine Bürgerbeteiligung sei im Rahmen eines normalen Planungsverfahrens vorgesehen. Dabei könnten Bürgerinnen und Bürger ihre Einwände geltend machen. „Dann ist aber schon entschieden worden“, so Hofstätter. Das sei unstrittig, erklärte Ludwig Wörner. Der BA-Vorsteher meint: „Ich warne davor, den Leuten vorzugaukeln, sie könnten etwas ändern.“
Myriam Schippers will sich die Option offen halten, das Thema bei der nächsten Sitzung des BA noch einmal zur Sprache zu bringen. „Der Punkt zum Gutachten zweite Stammstrecke und Flughafen wurde nämlich vertagt.“ Ob es erneut einen Antrag ihrer Fraktion zur Bürgerversammlung geben werde, wusste Schippers nicht zu sagen. Sie wolle sich noch mit ihrer Fraktion und dem Unterausschuss Verkehr besprechen. Schippers: „In dem Gremium gab es seitens der SPD keine Einwände gegen eine Bürgerversammlung.“


Kommentare