| Ausgabe: | SamstagsBlatt |
| Woche: | 37 - 2011 |
| Autor: | red |
Gregor K. aus Germering fragt: Ab welchem Alter darf ein Kind alleine zur Schule radeln? Ist der Helm dabei Pflicht? Mein Sohn kommt jetzt in die dritte Klasse und möchte künftig statt zu Fuß mit dem Fahrrad fahren.
In den ersten Grundschuljahren sollten Kinder keinesfalls mit dem Fahrrad zur Schule kommen, da sie in diesem Alter in aller Regel noch nicht in der Lage sind, auf die komplexen Anforderungen des Straßenverkehrs angemessen zu reagieren. Erst nach bestandener Fahrradausbildung, die in den meisten Grundschulen in der 3. oder 4. Jahrgangsstufe absolviert wird und fest im Lehrplan verankert ist, können Sie Ihren Sohn alleine losschicken. Rein rechtlich dürfte er das zwar auch ohne den Abschluss einer solchen Ausbildung. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie das aber auf keinen Fall zulassen. Um die Wegstrecke sicher zu meistern, sollte er rechts und links unterscheiden können. Außerdem muss er in der Lage sein, zeitgleich auf andere Verkehrsteilnehmer und Verkehrszeichen zu achten, Handzeichen zu geben, Hindernisse zu bewältigen und das Fahrrad in Balance zu halten. Selbst in unbekannten Verkehrssituationen darf er nicht überfordert sein, auch wenn er bis acht Jahre auf dem Gehweg fahren muss. Bis zum zehnten Lebensjahr hat er die Wahl zwischen Gehsteig und Radweg beziehungsweise Straße. Ganz wichtig ist ein Fahrradhelm! Bei einem Sturz oder einem Unfall kann er schlimmste Verletzungen verhindern. Qualitativ hochwertige Helme sind überall im Handel erhältlich. Vom knallig bunten Kinderhelm bis zum coolen Schutz im Radprofi-Look hat die Produktpalette heute für jeden Geschmack das passende Modell, damit der Helm nicht in der Ecke verstaubt oder an der ersten Straßenecke außer Sichtweite des Elternhauses abgenommen und an die Lenkerstange gehängt wird. Außerdem sollten Sie da-
rauf achten, dass Ihr Sohn helle Sachen oder Kleidung mit eingearbeiteten Reflektorstreifen trägt und das Fahrrad verkehrssicher ist. Insbesondere Bremse und Licht müssen einwandfrei funktionieren. Und: Üben Sie mit Ihrem Sohn die künftige Route vorab ein und erklären Sie ihm potenzielle Gefahrenstellen.
| Ausgabe: | SamstagsBlatt |
| Woche: | 37 - 2011 |
| Autor: | red |
Fügen Sie hier Ihren Artikelkommentar hinzu.