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19.01.2012 - 12:39 Uhr
 

"Wir setzen uns wieder dran"

Ortstermin an unübersichtlichster Kreuzung Pasings mit KVR, MVG und Baureferat

Münchner Wochenanzeiger : Ortstermin mit BA, KVR, MVG und Baureferat an der verlegten Tram-Haltestelle "Atterseestraße". In der Mitte Stephan Knieler von der Pasinger Polizei und BA-Vorsitzender Christian Müller (v.l.).   (Foto: US)
 
Ortstermin mit BA, KVR, MVG und Baureferat an der verlegten Tram-Haltestelle "Atterseestraße". In der Mitte Stephan Knieler von der Pasinger Polizei und BA-Vorsitzender Christian Müller (v.l.). (Foto: US)
Münchner Wochenanzeiger : Regelungen für den Radverkehr finden: Konrad Beitenberger vom KVR, Romanus Scholz und Richard Roth vom BA (Mitte, v.l.) beim Ortstermin in Diksussion mit den Anwohnern. (Foto: US)
 
Regelungen für den Radverkehr finden: Konrad Beitenberger vom KVR, Romanus Scholz und Richard Roth vom BA (Mitte, v.l.) beim Ortstermin in Diksussion mit den Anwohnern. (Foto: US)
Münchner Wochenanzeiger : Unübersichtliche und komplexe Kreuzung: Anwohner fordern freie Fahrt aus der Atterseestraße, was von Polizei und KVR aus Sicherheitsgründen abgeleht wird.  (Foto: US)
 
Unübersichtliche und komplexe Kreuzung: Anwohner fordern freie Fahrt aus der Atterseestraße, was von Polizei und KVR aus Sicherheitsgründen abgeleht wird. (Foto: US)

Die Pasinger Kreuzung Agnes-Bernauer-/Weinberg-/Gräfstraße gilt als unübersichtlichste Kreuzung Pasings. „Wir haben hier eine komplexe Verkehrssituation mit wahnsinnig vielen Einmündungen und allen möglichen Verkehrsteilnehmern“, bestätigte Stephan Knieler von der Pasinger Polizei. „Aus Sicht der Unfallhäufigkeit ist die Kreuzung aber nicht auffällig, auch wenn vor kurzem der Schulbus beim Rechtsabbiegen aus der Weinbergerstraße zu weit nach links abkam und den Haltestellenunterstand streifte.“

Der Unterstand zählt zur verlegten Tram-Haltestelle, die der Pasinger-Obermenzinger BA im Zuge der Gleiserneuerungen an der Tram gefordert hatte. Weitere Forderung in diesem Zusammenhang: die neue Ampelanlage im gesamten Kreuzungsbereich. Doch die Änderungen riefen auch verärgerte Anwohner auf den Plan. Besonders die Verkehrsführung aus der Atterseestraße steht in der Kritik.

„Wenn wir nach links in die Agnes-Bernauer-Straße fahren wollen, müssen wir erst rechts bis zum Knie und dort wenden“, schimpfte ein Anwohner. Bei einem Ortstermin mit BA, KVR, Baureferat, MVG und Polizei sollte sich nun ein Bild von der weiteren Gestaltungsmöglichkeit an der Kreuzung gemacht werden.

Für Radler soll es einfacher werden

„Wichtig ist die Klärung der Lage an der neuen Tram-Haltestelle. Und natürlich wollen wir den Kritikpunkten der Anwohner nachgehen“, fasste Konrad Breitenberger vom KVR zusammen.

Die Anwohner konnten ihre Haltung zwar darlegen, doch viel Zustimmung fanden sie bei den Behörden nicht. „Aus der Atterseestraße kommend bleibt der Rechtsverkehr bestehen. Alles andere ist nach meiner Einschätzung nach zu gefährlich“, beurteilte Breitenberger die Situation. Anders für Radfahrer: Die könnten nach der Ortsbegehung mit einer „radfreundlichen“ Lösung rechnen.

„Radfahrer bewegen sich auf dieser Kreuzung immer etwas illegal und verkehrswidrig“, meinte Romanus Scholz vom BA. „Wir suchen nach einer Lösung“, versprach Breitenberger. In Diskussion ist zum Beispiel eine Fahrspur entgegen der Einbahnstraßenregelung in der Atterseestraße.

Weitere Ampel im Gespräch

Des Weiteren denken die Verantwortlichen vom KVR über eine weitere Ampel nach. „Der freilaufende Rechtsabbiegerverkehr aus der Weinbergerstraße birgt einige Gefahren in sich“, bestätigte Knieler. Warum es zu dem Busunfall gekommen ist, klärt momentan die Unfallkommission. „Das hat mit der verlegten Haltestelle nichts zu tun.“ Der Vorschlag des KVR dazu: eine Rot-Gelb-Ampel an der Haltestelle.

„Im Vergleich zur früheren Situation an der Kreuzung hat sich die Lage schon mal sehr verbessert“, erkannte BA-Vorsitzender Christian Müller an. „Früher kam es auch mal vor, dass Fußgänger wild über die Kreuzung zum Westbad sind, einfach weil Ampeln fehlten oder die wenigen völlig indiskutabel geschaltet waren. Die Zeiten sind zum Glück vorbei. Nun muss man sich natürlich an die neuen Verkehrsführungen gewöhnen.“

In Folge des Ortstermins setzen sich nun die Fachleute aus den Behörden gemeinsam an einen Tisch und beurteilen die Kreuzung neu. „Die Kreuzung war schon immer schwierig“, so Breitenberger. „Ich hoffe, wir haben die Gefahrenpotenziale etwas entzerrt und werden uns aber jetzt wieder dransetzen.“

 
Artikelinfo
Ausgabe: SamstagsBlatt
Pasing
Woche: 03 - 2012
Autor: U.S.

Rathaus Pasing

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81241 München-Pasing

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