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28.07.2010 - 11:25 Uhr
 

"Viel zu gefährlich"

Ampel in der Eversbuschstraße/ Hohenadelweg soll abgeschaltet werden

Münchner Wochenanzeiger : Die Ampel an der Eversbuschstraße/ Hohenadelweg soll nach Ansicht des BA 23 nicht abgeschaltet werden. (Foto: red)
 
Die Ampel an der Eversbuschstraße/ Hohenadelweg soll nach Ansicht des BA 23 nicht abgeschaltet werden. (Foto: red)

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) erwägt, im Zusammenhang mit einer Straßensanierungsmaßnahme in den Sommerferien die Ampel in der Eversbuschstraße / Hohenadelweg für eine dreimonatige Probephase auszuschalten, um einen Abbau zu prüfen. Dies teilte das KVR dem Bezirksausschuss Allach-Untermenzing (BA 23) in einem Schreiben mit. Die Ampel habe mit der Schließung des Naturbades ihre Notwendigkeit verloren. Die anliegenden Unternehmen, die bis dato über Schleifen die Ampel beeinflussen konnten, könnten aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens gefahrlos in die Eversbuschstraße einbiegen, heißt es von Seiten des KVR.

Erhebliche Bedenken zur Abschaltung der Ampel äußerte die Vorsitzende des BA 23, Heike Kainz (CSU): „Diese Bedarfsampel ist aufgrund der Verkehrssicherheit unbedingt notwendig. Die Annahme, dass an dieser Stelle der Eversbuschstraße wenig Verkehr herrscht, ist schlichtweg falsch.“ Eines der größten Probleme sei, dass man nichts sehe, wenn man vom Hohenadelweg auf die Eversbuschstraße abbiegen will, betonte Christoph Kububschok (CSU): „Das ist viel zu gefährlich. Deshalb bin ich gegen eine Abschaltung. Das Ganze kommt dann auch dem Spielplatz zugute.“

Die Autos auf der Eversbuschstraße kämen viel zu schnell herangerast, sagte auch Josef Wieland (CSU): „Ich war vor kurzem an dieser Stelle und habe auch mit Busfahrern gesprochen. Die sagen auch, dass es unmöglich ist, die Ampel abzuschalten. Wie kommt das KVR darauf, dass hier das Verkehrsaufkommen gering sein soll? Diese Ampel ist meines Erachtens absolut erforderlich!“ Auch Falk Lamkewitz (Grüne) hält das Abschalten der Ampel für eine dreimonatige Probephase nicht für gut: „Dem sollten wir von vornherein einen Riegel vorschieben.“

Im Hohenadelweg hat das Busunternehmen Novak seinen Sitz. „Unsere Busse sind zum Teil zwölf Meter lang. Um auf die Eversbuschstraße abbiegen zu können, brauchen wir an dieser Stelle eine Ampel“, sagt der Inhaber des Busunternehmens, Hans Häfner. „Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was für Unfälle hier passieren könnten, wenn die Ampel nicht mehr da wäre – egal ob Motorrad oder PKW.“

Der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing hat sich einstimmig gegen den KVR-Vorschlag ausgesprochen. „Wir lehnen das Abschalten der Ampel ab. Sie muss erhalten bleiben“, so Kainz.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Allach/Untermenzing
Woche: 30 - 2010
Autor: red
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