| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Obermenzing |
| Woche: | 04 - 2012 |
| Autor: | U.S. |
„Wir wollen die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands“, forderten zehn Anwohner der Packenreiterstraße auf der letzten BA-Sitzung und protestierten damit gegen die Halteverbotsregelung in ihrer Straße, die das KVR im Dezember erlassen hatte. Der ursprüngliche Zustand besagte Parken auf der Nordseite des Straßenabschnittes zwischen Pfetten- und Paganinistraße. „Die meisten Autos kamen und kommen sowieso von Osten herein und fahren zur Meyerbeerstraße raus, weil dort am Ende unsere Straße zur Einbahnstraße wird“, erklärte Anwohner Bernd Völsch-Harder.
Einfahrende Autos hätten schon „über zwanzig Jahre“, rechts geparkt. „Da gab es nie ein Problem.“ Doch seit Dezember gelten andere Regeln. „Jetzt darf keiner mehr auf der Nordseite stehen. Die Folge ist, dass wir alle wenden müssen, damit wir überhaupt richtig herum vor unseren Häusern stehen.“
Das sei nicht das einzige Problem. „Die Packenreiterstraße wird zur Durchgangsautobahn für alle Tengelmann- und Rossmannkunden“, so Völsch-Harder stellvertretend für seine Nachbarn vor dem BA. „Der jetzige Zustand von der Pfettenstraße ist eine optisch schnelle Durchfahrt.“ Das sei unhaltbar, schmal wie die Straße nun mal sei.
Laut Auskunft des KVR sei die Müllabfuhr des Öfteren bei ihren Fahrten gestört und behindert gewesen. Deswegen habe man sich im KVR zu der Änderung entschlossen. „Probleme gab es aber vorher auch nicht“, wunderte sich Völsch-Harder. Auch das Argument, dass die Müllabfuhr besser in die Paganinistraße einbiegen könne, versteht er nicht. „Da darf man gar nicht reinfahren, das ist Einbahnstraße.“
Keiner der Anwohner kann die spontane Umschilderung nachvollziehen. „Warum hat uns auch niemand gefragt oder uns einbezogen in die Verkehrsänderung?“ In einem gemeinsamen Antrag bestehen die Bürger nun auf die Rücknahme der neuen Regeln. Doch bis es soweit ist, begutachten Mitglieder des Unterausschusses Verkehr sowie KVR-Mitarbeiter die Situation vor Ort, danach könnten neuerliche Anträge und Beschlussfassungen folgen. So lange müssen sich die Anwohner mit der erzwungenen Situation arrangieren und die „Durchgangsautobahn“ erdulden.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Obermenzing |
| Woche: | 04 - 2012 |
| Autor: | U.S. |
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