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27.04.2010 - 13:17 Uhr
 

„Wir tun, was wir können“

Unterführung Allacher Straße: Beschwerden ohne Ende

Münchner Wochenanzeiger : 20 km/h sind in der Bahnunterführung der Allacher Straße erlaubt. Nur wenige Autofahrer halten sich daran, beschweren sich Anwohner. (Foto: ls)
 
20 km/h sind in der Bahnunterführung der Allacher Straße erlaubt. Nur wenige Autofahrer halten sich daran, beschweren sich Anwohner. (Foto: ls)
Münchner Wochenanzeiger : Der Zustand des Kopfsteinpflasters östlich der Unterführung lässt zu wünschen übrig: Wenn Autos über die ausgewaschenen Fugen brettern, wird es laut. (Foto: ls)
 
Der Zustand des Kopfsteinpflasters östlich der Unterführung lässt zu wünschen übrig: Wenn Autos über die ausgewaschenen Fugen brettern, wird es laut. (Foto: ls)

Die Anwohner der Unterführung an der Allacher Straße kommen nicht zur Ruhe: Zig Autos rasen täglich durch das Nadelöhr, verursachen Lärm und nerven die Anwohner. Wie schon im Februar klagten auch bei der April-Sitzung einige von ihnen dem Bezirksausschuss Allach-Untermenzing (BA 23) ihr Leid. „Es wird immer schlimmer“, so ein Anwohner der Ganzenmüllerstraße, der im Bereich zwischen Elly-Staegmeyr- und Krautheimstraße umfangreiche Messungen hat durchführen lassen. Er fordert ein Gesamtverkehrskonzept im Bereich nördlich der Von-Kahr-Straße.

Die Daten seien „durch eine professionelle Firma/ mit professionellem Equipment erhoben“ worden und ihre Auswertung habe ergeben, dass sich in zehn Tagen 70.000 Fahrzeuge durch die Unterführung schieben. Zudem hätten über 69.000 nicht die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 20 km/h eingehalten – gar bis zu 95 km/h seien gemessen worden. Die Anwohner könnten ihren Garten nicht mehr nutzen, würden „nachts von dem Lärm und der Huperei aus dem Schlaf gerissen“. Auch fürchtet der Anwohner den geplanten Ausbau der Allacher Straße: Sie müsse „für den Durchgangsverkehr unattraktiver werden“. „Wir wollen die Allacher Straße nicht ausbauen, sondern absenken und einen Fuß- und Radweg bauen“, konterte SPD-Fraktionssprecher Fritz Schneller. „Die Höchstgeschwindigkeit wird weiterhin bei 50 km/h liegen.“

Was den Lärm betrifft, hat der Bezirksausschuss bereits im Februar eine Verbesserung der Pflasterung beantragt. „Das Pflaster ist besonders laut, vor allem im Winter“, so Fritz Schneller. „Es muss erneuert oder entfernt werden.“ Dass viele Autofahrer zu schnell fahren, verstärkt den Lärm. Doch in diesem Punkt sieht sich Bezirksausschuss machtlos. „Es wird immer Fahrer geben, die zu schnell fahren“, stellt Schneller fest. Ähnlich äußerte sich auch BA-Vorsitzende Heike Kainz (CSU): „Wir tun, was wir können.“ Sie habe jedoch wenig Hoffnung, dass in Zukunft weniger Autofahrer durch die Allacher Straße fahren: „Es gibt keine Alternative.“

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Allach-Untermenzing
Woche: 17 - 2010
Autor: LS
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